Blog 5 – Terminologie… ächz!

9. Februar 2018 in  Aktuell        Keine Kommentare

Seit einiger Zeit sehen sich immer mehr Kunden mit dem Thema „Terminologie“ konfrontiert. Der Anlass ist meistens die fremdsprachige Terminologie, die gefunden oder bereinigt werden muss.

Dabei zeigt sich häufig, dass es eigentlich zuerst um die deutsche Terminologie geht. Und der hat man bis dato nicht so viel Beachtung geschenkt. Was logisch ist, denn sie ist ja die Muttersprache, d.h. sie wird teilweise unbewusst verwendet. Auch wird die fachliche Benennung zuweilen spontan gebildet und manchmal stammt sie aus der Gründerzeit des Unternehmens, als es noch einsprachig und die Welt noch nicht globalisiert war.

Und so fällt es dann erst bei der Übersetzung auf, dass das gleiche Teil als „A“ , als „B“ oder als „AB“ oder „BA“ oder auch als „B-A“ in den Dokumentationen auftaucht. Was aber bisher nicht tragisch war, denn alle wissen eh was gemeint ist.

Soweit so gut… bis …

… das Ganze übersetzt werden soll.

Im schlimmsten Fall erhalten Sie dann in der Übersetzung für alle Bezeichnungen der gleichen Sache genauso viele Varianten wie Sie im Deutschen haben. Problem ist aber, dass die ausländischen Leser dann nicht mehr automatisch wissen „was gemeint“ ist, denn in der Übersetzung wird alles nur noch „verschwurbelter“. Wenn Sie Glück haben, stellt der Übersetzer vorher die richtigen Fragen.

Und mit diesen erkennen Sie die „Vielfalt“ Ihrer bisherigen Terminologie! 😉

Leider, leider fängt eine gute fremdsprachige Terminologie im Deutschen an! Je unmissverständlicher diese ist umso besser. Denn bei Übersetzungen in viele Sprachen werden viele Köpfe denken – und jeder Kopf vor einem anderen Hintergrund und mit unterschiedlicher Tiefenkenntnis der deutschen Fachsprache.

Leider, leider gibt es dann Hausaufgaben zu machen:

 

  1. Schritt: Welches Teil benennen wir aktuell wie? Und wie noch? Und wie viele
    Schreibvarianten kursieren davon?
  2. Schritt: Auf welche Benennung und auf welche Schreibweise einigen wir uns?

Und noch mal leider, leider ist diese Entscheidung dann auch noch Chefsache – zumindest muss sie abteilungsübergreifend gefällt werden, denn irgendjemand muss die Macht haben, allen zu sagen, wie sie zu schreiben haben.

Ich kenne Firmen, die sich auf diesen Weg gemacht haben und die berichten von zunehmender Zufriedenheit mit diesem Projekt, über Einsparung von Zeit und Kosten und Missverständnissen bei den Übersetzungen.

Und damit sind wir beim nächsten Thema: Was passiert, wenn zum Beispiel englische Terminologie mit der intern zur Verfügung stehenden Fremdsprachenkompetenz erstellt wird?  

Dazu etwas im nächsten Blog-Beitrag.

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